Verfasst von: AmZ | Mai 2, 2011

Fördermittel

Forschungs- Milliarde notwendig

Ohne Erhöhung der Fördermittel wird die FTI-Strategie des Bundes nicht funktionieren.

Einen Fördermittel-Rekord konnte die Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Vorjahr verzeichnen: 441 Millionen Euro wurden 2010 an heimische Unternehmen und Forschungsrichtungen ausgezahlt, so viel wie nie zuvor (2009: 378 Millionen Euro).Gleichzeitig wurde im Vorjahr den Firmen mit 554 Millionen Euro ein Spitzenwert für meist mehrjährige Forschungsprojekte zugesagt. Sorgen bereiten der FFG-Geschäftsführung allerdings die vom Bund zugesagten Mittel. Denn dieses Geldvolumen ist seit 2008 (652 Millionen Euro) im steilen Sinkflug und betrug 2010 nur mehr 429 Millionen Euro.

Angesichts des Rekordwerts von 411 Millionen Euro an ausgezahlten Förderungen 2010 freuten sich die FFG-Geschäftsführer Henriette Egerth und Klaus Pseiner, dass „während der Krisenphase Geld in die Wirtschaft gepumpt werden konnte“. Für das laufende Jahr erwarten die beiden allerdings einen leichten Rückgang bei den Auszahlungen an Fördergeld. Grund dafür sind die sinkenden Mittelzusagen seitens des Bundes. Für 2011 sehen diese Zahlen 420 Millionen Euro mit voraussichtlich 564 Millionen Euro zwar nicht so schlecht aus. Allerdings seien darunter auch „Einmaleffekte“ in Höhe von 100 bis 120 Millionen Euro, etwa für das Kompetenzzentrenprogramm COMET.

Mit Blick auf die Ziele in der kürzlich beschlossenen Forderungsstrategie des Bundes fordern die FFG-Chefs die Jährliche Erhöhung des FFG-Budgets um acht bis zehn Prozent. Die Regierung hat in ihrer Strategie beschlossen, die Forschungsquote bis 2020 um einen Prozentpunkt auf 3,76 Prozent und die privaten Forschungsinvestitionen auf „zumindest 66 Prozent“ aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) anzuheben. „Wer soll den Hebel zur Steigerung der Privatinvestitionen auslösen wenn nicht die FFG“, so Egerth, die überzeugt ist, dass das, „ohne eine Forschungs-Milliarde in den nächsten Jahren nicht funktionieren kann“. In den ersten Monaten des laufenden Jahres sei die Zahl der Anträge auf „stabilem, hohen Niveau“. Allerdings würden die Unternehmen bisher nicht mehr als vergangenes Jahr in Forschung investieren, betonte Egerth.

Seit 2006 hat hat sich die Zahl der jährlich zugesagten Projekte auf über 5500 mehr als verdoppelt, gleichzeitig habe sich auch die Komplexität der Projekte stark erhöht, was an der starken Zunahme der beteiligten Vertragspartner ablesbar sei. Rund 65 Prozent der gesamten, 21 Prozent in Forschungseinrichtungen und zwölf Prozent in Hochschulen. Stolz ist Pseiner, dass mit der FFG-Förderung die gesamte Breite-von den „Forschungs-Champions“ mit wenigen Großprojekten bis zu den Forschungs-Newcomern mit zahlreichen Kleinprojekten- abgedeckt werden.

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