Verfasst von: AmZ | März 29, 2010

Private Akademische Institute

Private Akademische Institute

(bisherige Lehrgänge universitären Charakters)

Private postgraduale Bildungsanbieter (Lehrgänge universitären Charakters) leisten einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Weiterbildung und Akademisierung in Österreich.
Sie bieten wissenschaftsbasierte, forschungsgestützte und praxisorientierte Fachausbildungen im Sinne des Life-long-learning-Konzeptes an, sind kostengünstig, flexibel, marktnahe und unternehmerisch geführt und weisen die beste volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Relation für die Akademisierung Berufstätiger auf.

Es gibt von den Universitäten und den Fachhochschulen geförderte Strömungen, diese auslaufen zu lassen. Deshalb wenden wir uns an Sie als politischen Entscheidungsträger.

Derzeitige aktuelle Situation: Erfolgsgeschichte und nicht Irrtum früherer Bildungspolitik

Die bisherigen „Lehrgänge universitären Charakters“1.) arbeiten in einem Marktsegment, in dem Berufstätige weiterbildungsmotiviert spezifische Qualifikationen (z.B. Management, Beratung, etc.) mit akademischen Abschlüssen suchen.

Die Leistungen der außeruniversitären postgradualen Bildungseinrichtungen sind als Erfolgsgeschichte vorzeigbar: laut letzter Ausgabe von Statistik Austria befanden sich im WS 2007/08 3.520 Studierende in solchen Lehrgängen. Frauen und Männer etwa gleich verteilt, größte Altersgruppe „40 und darüber“ (1.377 Studierende).2)

Aktuell können wir bei den Lehrgängen universitären Charakters von einem wichtigen und volkswirtschaftlich erfolgreichen Weiterbildungssegment für Berufstätige ausgehen:

1. 47 Bildungsträger in Österreich, privatwirtschaftlich organisiert
2. Studierendenpotential: 5.000 bis 6.000 Personen, zumeist Berufstätige
3. Berufsbezogene und anwendungsorientierte Studienlehrgänge (Der Wirtschaft, dem Sozial- u. Gesundheitsbereich, dem Kultur- u. Bildungsbereich wird dadurch ein Potential an gut und zielorientiert ausgebildeten Fach- u. Führungskräften zur Verfügung gestellt.)

JETZT sind bildungspolitisches Bekenntnis und koalitionärer Konsens notwendig:
JA oder NEIN zu Privaten Akademischen Instituten

Die Lehrgänge universitären Charakters wurden voriges Jahr von Ende 2010 auf Ende 2012 verlängert. Viele Lehrgänge dauern 4 oder sogar 6 Semester. Daher muss bis Juni eine der folgenden Entscheidung fallen:
1. Die Lehrgänge universitären Charakters bleiben bestehen, bis die Institute im Rahmen neuer gesetzlicher Regelungen und Qualitätskriterien agieren und planen können.
2. Im Rahmen einer Novellierung des Privatuniversitätsgesetzes werden Private Akademische Institute zugelassen, die akademische Lehrgänge nach bestimmten Qualitätsstandards anbieten dürfen.
3. Einigung der Regierungsparteien, den Trägern der Lehrgänge universitären Charakters die akademische Weiterbildung zu entziehen.

VEBÖ gegen unnötige Verteuerung der Lehrgänge und gegen Geldabfluss ins Ausland

Den Trägerorganisationen der Lehrgänge universitären Charakters werden zur Zeit von ausländischen Agenturen und Universitäten vermehrt Angebote unterbreitet, gegen „Lizenzgebühren“ bisherige Bildungsprogramm nach Auslaufen der Übergangsfrist unter dem „Mantel“ einer Universität – ohne inhaltliche Änderung – weiterzuführen.
Der Verband der ErwachsenenBildungsträger Österreichs – VEBÖ – lehnt dies ab und fordert deshalb, eine der zwei ersten Lösungen durchzuführen, da die zuletzt angeführte zu einer verzichtbaren Verteuerung der Lehrgänge verbunden mit einem massiven Geldabfluss ins Ausland ohne Qualitätszugewinn führt.

Der VEBÖ plädiert daher für das Weiterbestehen privater postgradualer Bildungseinrichtungen, um die berufsbegleitende Weiterbildung auf tertiärem Niveau abzusichern und eine österreichische Lösung zu bevorzugen und nennt dafür gute Gründe.

Gute Gründe für die Einrichtung akademischer Institute in Österreich

– Weiterbestehen hochqualifizierter, erfahrener Bildungsinstitutionen in Österreich
– Keine Inanspruchnahme öffentlicher Mittel für eine Akademisierung von Berufstätigen
– Stärkung innovativer Bildungsprogramme im tertiären Bereich
– Deutungsmacht beruflicher, akademischer Weiterbildung verbleibt in Österreich
– kein Geldfluß ins Ausland durch unnötige „Lizenzzahlungen“
– Einbindung des außeruniversitären Bildungsangebotes in die öffentliche Qualitätssicherung
– Sicherung von Arbeitsplätzen durch Life-long-learning-Konzeption
– Sicherung des Standortes Österreichs durch praxisorientierte, arbeitsplatzsichernde akademische Weiterbildung
– Weiterbeschäftigung von MitarbeiterInnen und Vortragenden mit damit verbundenen Steuereinnahmen und Einnahmen für die Sozialversicherung.

www.vitalakademie.at

www.veboe.at

K. Rückert, H. Pechek, A. Helmel


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