Verfasst von: AmZ | Februar 9, 2010

Schnupfen und Pistenzauber – 2.Teil

Zurück zu Teil 1 von „Schnupfen und Pistenzauber“

Bei Husten, Heiserkeit, Schnupfen und Fieber hilft:

Aconitum – Sturmhut

Bei den ersten Anzeichen eines Infektes, wie Frösteln, Halsweh oder Schnupfen hat sich der Sturmhut, Aconitum, bewährt. Dieses Akutmittel ist nur im allerersten Stadium wirksam, kalter trockener Wind kann oft den Auslöser darstellen.

Belladonna – Tollkirsche

Bei grippalem Infektmit hohem Fieber, feuchter Haut und rotem Kopf, kann Belladonna, der Extrakt der Tollkirsche, helfen. Auch bei Halsweh mit brennendem Schluckschmerz, wobei Wärme die Symptome lindert.

Rhus toxicodendron – Giftsumach

Rhus toxicodendron, der Giftsumach, ist bei Beschwerden nach Unterkühlung hilfreich.

Apis – Bienengift

Bei stechendem Schluckschmerz, der durch Kälte gelindert wird, kann etwas Apis helfen, typischerweise hat der Betroffene hier keinen Durst.

Nux vomica – Brechnuss

Nux vomica ist bei Halskratzen empfehlenswert, vor allem wenn die Nase tagsüber fließt, nachts aber verstopft ist. Viele weitere Mittel, wie Chamomilla oder Ferrum phosphoricum lassen sich hier einsetzen.

Eupatorium perfoliatum – Wasserhanf

Ein klassisches Grippemittel stellt das Eupatorium perfoliatum, der Wasserhanf, dar, vor allem wenn die Glieder stark schmerzen, sich der Betroffene wie zerschlagen fühlt. Oft kann auch auf das Konstitutionsmittel – also jene Arznei, für die man in einer längeren Lebensphase empfänglich ist und die chronische Leiden gut mildert – zurückgegriffen werden. Der Homöopath kann hier auch zu einem chronischen Mittel die entsprechende Akutarznei eruieren, die im Notfall einzunehmen ist.

Verletzungen durch Wintersportarten

Verletzungen, die durch Eis und Schnee bedingt sind, sei es im Wintersport, sei es durch einen vernachlässigten vereisten Gehsteig, lassen sich in vielen Fällen mit der Homöopathie als Zusatztherapie schnell und sanft in den Griff bekommen.

So können typische Verletzungsarzneien im Akutzustand den Heilungsprozess beschleunigen.

Arnica – Bergwohlverleih

Arnica gilt als Mittel erster Wahl bei den meisten stumpfen Traumata, besonders bei Verletzungen der Muskulatur, von Sehnen und Bändern, sowie bei Blutungen. Ein klassisches Mittel also für den „blauen Fleck“. Die meisten Sportverletzungen lassen sich hiermit unterstützend therapieren.

Bellis perennis – Gänseblümchen

Bei Schädigungen des tiefer liegenden Gewebes kann das Gänseblümchen Bellis perennis herangezogen werden; etwa bei berühmt-berüchtigten Stürzen auf die „Weichteile“, den Unterleib, die weibliche Brust oder den Bauch, in den mitunter beim Bremsen die Oberteile der Skistöcke hineingestemmt wurden.

Hypericum – Johanneskraut

Der klassiche Sturz auf das Steißbein – nach einem gewagten Freestyle-Manöver oder auch beim Eisstockschießen lässt sich mit Hypericum – Johanneskraut – therapieren. Neben dieser sehr schmerzhaften Prellung sind es all jene Verletzungen, auch Schnittverletzungen, die nervenreiches Gewebe betreffen, die gut auf dieses Mittel ansprechen.

Symphytum – Beinwell

Symphytum ist neben der unterstützenden Gabe bei Knochenbrüchen zur schnelleren Heilung ein hervorragendes Mittel beim „blauen Auge“, mit dem man mitunter davonkommt, wenn ein Schneeball selbiges trifft.

Rhus toxicodendron – Giftsumach

Rhus toxicodendron ist nützlich bei Verletzungen der Sehnen und Bänder, geeignet für Zerrungen, Dehnungen, Verstauchungen und Verrenkungen. Es wirkt unterstützend bei der Heilung von Bänder- und Sehnenrissen. Auch für Überanstrengungen ist es eine der ersten Arzneien.

Bei Weiterbestehen der Symptome Arzt aufsuchen

Oft klingen die Symptome nach erfolgter Mittelgabe der richtigen Arznei rasch wieder ab. Bei schwereren Verletzungen oder Weiterbestehen der Beschwerden ist natürlich ein Arzt aufzusuchen. Man kann sich auch vor Antritt einer Urlaubsreise in die verzauberten Winterlandschaften an den Homöopathen wenden, um gute Mittel im Köcher zu haben. Sollte sich nach 24 Stunden (Knochenbrüche ausgenommen) gar keine Besserung eingestellt haben, wurde voraussichtlich das falsche Mittel ausgewählt. Dann wäre es angebracht, sich an den Mediziner seines Vertrauens zu wenden und mit ihm abzuklären was zu tun ist.

In diesem Sinn kommen sie also gut über den Winter

Autor:
Dr. med. Ronny Tekal-Teutscher
http://www.praxis-tekal.at

Fotos:
Denis Messié
…DESO


Responses

  1. […] Weiter zu Teil 2 von “Schnupfen und Pistenzauber” […]


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: