Verfasst von: AmZ | Februar 9, 2010

Schnupfen und Pistenzauber – 1.Teil

Im Winter hat die Homöopathie Hochsaison

Der Winter bringt lange Nächte und kurze Tage, Schneelust und -last, Winterfreude und -depression. Jeder geht anders mit der kalten Jahreszeit um: für manche kann sie gar nicht früh genug beginnen, für manche gar nicht früh genug enden.

Weiße Weihnachten, verschneite Wälder und Punschstandl. Der Winter bringt eine Reihe von Annehmlichkeiten mit sich, leider jedoch auch eine Reihe von Beschwerden und Krankheitsbildern… Einerseits aufgrund niedriger Außentemperaturen und kalter, durchnässter Füße, die beim Punschstandl erworben wurden, andererseits wegen allzu hoher Innentemperaturen und vieler hustender Zeitgenossen im unmittelbaren Umfeld. Nicht zuletzt kann auch die Ausübung der klassischen Wintersportarten zu gesundheitlichen Problemen führen.

Homöopathie – individuelle Medikation

Jeder Mensch reagiert auf die „angebotenen“ Reize, wie Kälte, Nässe, Wärme, Schnee, Stürze oder verdrehte Alpinski am Bein höchst unterschiedlich. Dementsprechend unterschiedlich sollte auch die Behandlung ausfallen. So sei an dieser Stelle nochmals gesagt, dass die Homöopathie – wie viele komplementär-medizinische Methoden – eine Therapieform darstellt, die das Individuum in den Mittelpunkt stellt.

Die besondere medizinische Kraft liegt hier in der individuell gefundenen Arznei. Obwohl es homöopathische Mittel gibt, die generell geeignet sind, eine rinnende Nase, einen hartnäckigen Husten oder auch ein starkes Kältegefühl, das sich in den Wintermonaten einstellt, zu mildern, führt erst die exakte Mittelfindung – die Gabe der genau passenden Substanz – zu einem zufriedenstellenden Heilerfolg. Denn jeder Mensch leidet anders an einem Schnupfen. Allen gemein ist vielleicht die rinnende Nase. Einige empfinden jedoch dabei Zorn, zappeln wild herum, andere werden lethargisch und depressiv. Vielen mekrt man kaum etwas an, manche wirken richtig sterbenskrank.

Nicht über einen Kamm scheren

Unter der Annahme, dass jeder Mensch ein Individuum darstellt und damit individuell auf therapteutische Maßnahmen reagiert, sollte die Therapie für jeden Patienten maßgeschneidert sein. Dies kann auch die Effizienz der – oftmals außerordentlich wirksamen – Hausmittel beschränken. Denn nicht alles ist für alle geeignet. Und nur weil ein kalter Wadenguss und ein heißer Orangensaft dem Nachbarn geholfen hat, bedeutet dies nicht, dass dies bei einem selber auch funktioniert. Befindet sich ein Mensch mit seinem „Standgas“ generell am kälteren Rand des Körperwärme-Spektrums, haben wir es also mit einem eher durchfrorenen Individuum zu tun, so wird der tägliche Orangensaft den Körper noch weiter in die Unterkühlung treiben und damit eine Erkältung begünstigen, Vitamin C hin oder her. Umgekehrt kann ein heißes Bad einem hitzigen, schwitzenden Menschen auch zum Verhängnis werden, und auch der Ingwersaft, der bei der Schwägerin so wunderbar geholfen hat, wird nicht dazu beitragen, die überhitzte Person in den richtigen Temperaturbereich und damit ins Gleichgewicht zu bringen.

Schongang bei Fieber

Was sich in vielen Fällen dennoch bewährt hat: Ausreichend trinken. Vor allem schweißtreibende Tees, wie Holunder und Lindeblütentee. Fieber wird oft und gerne medikamentös gesenkt, allerdings wird vergessen, dass diese erhöhte Betriebstemperatur dem Körper hilft, das Immunsystem optimal einzusetzen und selbst mit der Erkrankung fertig zu werden. Wichtig ist es jedoch, sich in dieser Phase zu schonen und den Körper nicht „auf Touren“ zu bringen, da es sonst zu Folgeschäden kommen kann. Wadenwickel können helfen, unangenehm hohes Fieber etwas zu senken. Eine, mittlerweile schon sogar in naturwissenschaftlichen Kreisen für wirkungsvoll befundene, einfache Therapie ist der Verzehr von Hühnersuppe.

Homöopathie für die Winterzeit

Homöopathie bedeutet, individuell zu entscheiden und daher muss für jeden Menschen und jede Erkrankung ein eigenes bestimmtes Mittelchen gefunden werden. Die homöopathischen Grundstoffe werden vor allem aus Mineralien und Pflanzen gewonnen. Einige Mittel sind auch tierischen Ursprungs.

Selbsthilfe ist hier möglich. Je geschulter der Anwender ist, desto besser werden die Erfolge sein. Niedrige Potenzen von D6 bis D12 oder C6 bis C12 können durchaus mehrmals täglich gegeben werden. Bei Verwendung der höheren 30er Potenzen können 5 Globuli in einem Glas Wasser aufgelöst und dies über 2-3 Stunden schluckweise getrunken werden. Generell gilt: Bei Besserung keine weitere Gabe, bei Verschlechterung oder Weiterbestehen der Beschwerden nochmals das Mittel abwenden. Im Zweifelsfall ist der Arzt zu Rate zu ziehen.

Weiter zu Teil 2 von “Schnupfen und Pistenzauber”


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