Verfasst von: AmZ | Januar 25, 2010

Gewichtsmanagement – 1.Teil

Lizenz zum Abnehmen

Herr und Frau Österreicher werden immer dicker, schon jedes fünfte Kind ist zu dick. Tendenz steigend. Neben der psychischen Belastung kann Übergewicht mittel- und langfristig auch schwere physische Schäden verursachen.

Was und wie wir essen und trinken, beeinflusst unseren Stoffwechsel und damit letztlich unser Befinden. Essen bedeutet mehr als nur Aufnahme von Nahrung, es dient der Aufrechterhaltung von Lebensfunktionen, Aktivität und Leistung. Essen ist eine durch das Hungergefühl gesteuerte individuelle Verhaltensweise, die durch Sinnlichkeit und Motivation geprägt ist und hohen sozialen Wert hat.

Ungleichgewicht

Übergewicht ist die Folge eines Ungleichgewichtes zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch. Dem Körper wird also mehr Energie zugeführt als er braucht. Dieses Zuviel an Energie wird im Körper zu Fett umgewandelt und gespeichert. Das Zulegen an Gewicht ist an sich eine sinnvolle Programmierung, die in der Evolution des Menschen begründet ist: Übergewicht ist nichts anderes als eine Reserve für schlechte Zeiten.

Frühe Prägungen

Unsere Essgewohnheiten hängen sehr eng mit unseren ersten frühkindlichen Erfahrungen bei der Nahrungsaufnahme zusammen. Je nachdem wie ein Säugling die ersten Erfahrungen mit der Nahrungsaufnahme erlebt, wird er als Erwachsener eine positive und lustvolle oder eine problematische Beziehung zum Essen haben.

Sowohl die schlechten Esser unter den Kindern als auch die kleinen Dickerchen sind nach Ansicht der Pscychologen in einer gestörten mütterlichen Beziehung verhaftet. Mütter, die auf die jeweiligen Bedürfnisse ihres Kindes in einer natürlichen Art reagieren, legen die Basis für eine sinnliche Erfahrung und eine gesunde Beziehung zum Leben, Essen und auch zur Sexualität. Wird Essen zum Trostspender oder zum Ersatz für die Erfüllung persönlicher Wünsche, wie dem Bedürfnis nach Zuwendung oder auch nach Macht, kann die fehlgeleitete Einstellung zum Essen in eine Form der Essstörung münden. Essen aus Frust oder Essensverweigerung – beides ist möglich und zeigt von sehr komplexen Verknüpfungen materieller Nahrungsaufnahme mit psychischen Vorgängen.

Welche Folgen kann Übergewicht haben?

Übergewicht ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen gefährlich, denn dadurch können sehr viele Erkrankungen entstehen.

  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Gicht oder erhöhter Cholesterinspiegel
  • Das Risiko an Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber oder Thrombosen zu erkranken steigt erheblich.
  • Die Unfallgefahr und das Risiko für Komplikationen bei etwaigen Operationen sind erhöht.
  • Übergewicht macht träge und führt zu einer verstärkten Bewegungsarmut. Kaputte Knie und Hüften, arge Abnützungen der Wirbelsäule und damit verbundene Schmerzen sind die Folge.

Unsere Gene passen sich der Lebensweise an

Unser Lebensprogramm ist in unseren Zellkernen eingebaut, in den Chromosomen, die wiederum unsere Gene enthalten. Für jedem Vorgang in unserem Körper ist ein spezielles Gen zuständig. Insgesamt stecken in jedem Zellkern rund 80.000 aktive Gene. Damit wir nicht zu viel an lebenswichtigem Körperfett verlieren, enthalten unsere Zellkerne Dickmachergene, engl. Obesity-Gene. Sie sorgen für den Einau von Fettmolekülen ins Gewebe. Damit dieser Mechanismus nicht entgleist und massenweise Fett in Bauch- und Hüftspeck gepresst wird, kann das Gen seine Funktion verändern und als Schlankheitsgen fungieren. Beim schlanken, gesunden Menschen arbeiten beide Genversionen in Balance.

Gene haben ein enormes, über Jahrmillionen Entwicklungsgeschichte aufgebautes Vertrauen in die Natur. Wenn wir viel Süßes und Fettes essen, nur noch faul vorm Fernseher sitzen, nicht mehr in die Sonne oder in den Regen gehen, dann glauben sie, dass dies so richtig ist und dass die Zeit des Fetthortens gekommen ist. Wer Übergewicht hat, muss diesen „inneren Schalter“ auf schlank stellen. Der Fetthaushalt lässt sich sehr sensibel durch genetische Impulse steuern. Zu den Vermittlern solcher Impulse zählen eine richtige Ernährung, Kälte, das Schilddrüsenhormon Thyroxin, das Spurenelement Jod, Sonne, Bewegung, Hungerempfindungen, Vitamin D, positiver Stress, Sex und zahlreiche andere Faktoren. Wird einem übergewichtigen Körper das Signal zum Absprecken gegeben, jubilieren alle Körperzellen. Der Zellstoffwechsel kommt in Fahrt – Fettmoleküle werden bis zu 4.000 mal schneller aus Speckdepots freigesetzt als in solche eingebaut.

Weiter zu Teil 2 von „Gewichtsmanagement“


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