Verfasst von: AmZ | Januar 13, 2010

Sinnliche Düfte – 2. Teil

Zurück zu Teil 1 von „Sinnliche Düfte“

Winter-Blues, verdufte!

Auch unser emotionales Gleichgewicht, das in der dunklen Jahreszeit oft ein wenig leidet, wird durch bestimmte Düfte ausbalanciert. Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, ziehen wir uns meist in unsere Vier Wände zurück, fühlen uns angesichts der nebligen Tage oft depressiv, erschöpft, ausgebrannt. Die Folge: das Immunsystem wird anfällig. Wissenschafter fanden bereits in den 80er-Jahren heraus, dass Stress das Immunsystem schwächt und die Empfänglichkeit für grippale Infekte deutlich erhöht! Dem können Sie entgegenwirken. Stimulieren Sie ihre Gefühle doch einmal bewusst durch Düfte. Verwöhnen Sie sich, entfliehen Sie dem trüben, hektischen Alltag und genießen Sie mit allen Sinnen.

Anti-Stress-Bad

Für ein Anti-Stress-Bad geben Sie 2 Tropfen Ylang Ylang und 2 Tropfen Mandarine ins Badewasser. Als Emulgator können Sie ein neutrales Duschgel, Meersalz oder Pflanzenöl verwenden. Um den Wohlfühl-Faktor zu steigern, legen Sie ihre Lieblingsmusik ein, zünden eine Kerze an und lassen sich von den Ölen in eine entspannende, sinnlich duftende Wolke einhüllen.

Aromabäder sind wahre Erlebnisse für die Sinne. Das warme Badewasser fördert die Durchblutung und sorgt so für die rasche Aufnahme des Öles über die Haut. Sie können die Öle nach ihren Wünschen auch in Form eines Duftsprays oder für eine sinnliche Massage anwenden.

  • Bergamotte unterstützt bei saisonalen Depressionen in den Wintermonaten
  • Jasmin entspannt das Herz, beruhigt die Nerven und hellt den Geist auf
  • Lavendel kann besonders in der stressigen (Vor-)Weihnachtszeit beruhigend wirken und hilft auch gegen Schlaflosigkeit und innere Unruhe.
  • Melisse – schon Paracelsus bezeichnete sie als „Lebenselexier“. Sie gibt Geborgenheit bei depressiven Verstimmungen und ist auch bei Unruhe, Schock und inneren Spannungszuständen anzuwenden.
  • Weihrauch hat beruhigende Eigenschaften, die bei Stress und bei Verzweiflung hilfreich sind.
  • Ylang Ylang wirkt als Herzenströster
  • Zitrone oder auch „Sunshine in a bottle“ bringt Frische, Klarheit, beseitigt Verwirrung und lindert Besorgnis.
  • Muskatellersalbei wirkt stimmungsaufhellend und aphrodisierend
  • Rosmarin stimuliert das Nervensystem und förert die Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Weitere Öle: Basilikum, Eucalyptus staigeriana, Patchouli, Thymian, Majoran, Geranie, Zitronegras.

Persönliche Präferenz

Die individuellen Reaktionen auf Düfte variieren je nach persönlicher Präferenz, bisher im Duftgedächtnis gespeicherten Informationen, Duftkonzentration und Duftzusammensetzung. Wovon der eine nicht genug bekommen kann, kann der andere vielleicht nicht riechen – beachten Sie dies unbedingt, wenn Sie Raumsprays oder einen Diffuser (Kaltluftvernebler) verwenden. Da ätherische Öle hochkonzentriert sind, gilt: weniger ist oft mehr!

Anwendung bei Kindern

Gerade auch bei Kindern können ätherische Öle den Selbstheilungsprozess auf wunderbare und sanfte Art unterstützen – vorausgesetzt die Öle werden fachgerecht verwendet. Sollten Sie sich bei der Anwendung unsicher sein, sprechen Sie mit ihrem Arzt und/oder holen Sie sich Rat bei einem erfahrenen Aromapraktiker.

Bei der Anwendung ist wichtig, die ätherischen Öle nicht pur anzuwenden, sondern mit einem Pflanzenöl (z.B. Olivenöl, Mandelöl) zu verdünnen:

  • 2-3 Tropfen auf 10ml (1-1,5% Verdünnung)
  • bei akuten Beschwerden wie Bronchitis/Husten kann auf 6-8 Tropfen auf 10 ml  erhöht werden.

Bei Kleinkindern ab einem halben Jahr können Sie folgende ätherische Öle verwenden: Angelika, Balsamtanne, Cajeput, Citronella, Eukalyptus staigeriana, Fenchel, Geranie, Immortelle, Kamille römisch/blau, Koriander, Lavendel, Mandarine, Manuka, Majoran, Neroli, Orange, Rosenholz, Rose, Sandelholz, Teebaum, Thymian (ct. geraniol, ct. linalool), Zeder, Zitrone, Zitronengras und Zypresse.

Die meisten Kinder lieben Massagen, besonders an Händen und Füßen. Ansonsten eignen sich auch Bäder, Umschläge, Inhalationen und Raumsprays.

Manche ätherische Öle sind bei Schwangeren und bestimmten Erkrankungen (z.B. Epilepsie) kontraindiziert. Klären Sie bitte mit einem Arzt die Anwendung ätherischer Öle ab.

Aromatherapie – mehr als nur ein Wellnesstrend

Richtig verwendet, unterstützen ätherische Öle den Körper aktiv in seinem Selbstheilungsprozess, erreichen ganzheitlich Körper und Seele und fördern Wohlbefinden und Gesundheit – sie ersetzen aber keinen Arztbesuch. Obwohl sich die Anwendung ätherischer Öle immer größerer Beliebtheit erfreut, ist hier Vorsicht geboten. Es ist nicht überall Aromatherapie drin, wo´s draufsteht. In einem Weichspülmittel finden Sie wohl kaum einen wirklich unterstützenden Effekt ätherischer Öle.

Autor:
Stefanie Wacht
Ärztlich geprüfte Aromapraktikerin, Dozentin an der Vitalakademie für Aromakunde und Stressbewältigung für Kinder, Entspannungstrainerin in eigener Praxis
http://www.ipso-balance.at

Fotos:
Osvaldo_Zoom
j_aubz


Responses

  1. […] Weiter zu Teil 2 von „Sinnliche Düfte“ […]


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: