Verfasst von: AmZ | Dezember 23, 2009

Was sie über Milch wissen sollten

Milch ist gesund und macht stark?!?

Kritische Stimmen aus Wissenschaft und Naturheilkunde bezweifeln dies zunehmend und behaupten genau das Gegenteil, nämlich dass Milch krank machen kann.
Amerikanische Wissenschaftler stellten einen Zusammenhang zwischen Milch und einigen  Krebserkrankungen fest.

Tatsache ist zunächst einmal dass Milch von Vielen fälschlicherweise als Getränk eingestuft wird. Auf Grund des hohen Eiweiß- und Fettgehaltes zählt Milch aber eigentlich zu den Lebensmitteln.
Bei einem Kaloriengehalt von 320 kcal in einem halben Liter Milch sprechen wir nicht gerade von einem „light“ Produkt- ein nicht ganz unwesentliches Detail für viele Übergewichtige oder solche die es noch werden wollen.

Die Milchzufuhr wird auch aus naturheilkundlicher Sicht kritisch betrachtet, da sie bei vielen Menschen zu Unverträglichkeiten führen kann (siehe Laktoseintoleranz bzw. Milcheiweiß-Unverträglichkeit).

Die Nutzung des viel propagierten Calzium aus der Milch ist in  Frage zu stellen, da es dem Körper offenbar nicht gelingt das Calcium tatsächlich in die Knochen einzubauen. Aufgrund des hohen Anteils an tierischen Fetten und Phosphor ist die Aufnahme von Calcium aus diesen Quellen möglicherweise sogar geringer als aus anderen Nahrungsmitteln.
Um Calcium in der für den Körper verwertbaren Form zuzuführen, sind andere calciumreiche Nahrungsmittel wie z.B: grünes Gemüse, Sprossen, Fisch, Getreide, und Soja zu empfehlen.
Die Naturheilkunde empfiehlt vor allem bei Kindern die häufig an Erkältungskrankheiten leiden, die Milchzufuhr zu reduzieren, da sich im Darm 70-80% der Immunabwehr befinden, die durch die komplexe Verdauungsleistung der  Kuhmilch stark beansprucht  wird .
Den Mythos Milch sollten wir daher auch aus einem etwas kritischeren Blickwinkel betrachten

Was tun bei Laktoseintoleranz ?
Laktoseintoleranz ist eine, wie bereits oben erwähnte Unverträglichkeitsform von Milch, nämlich eine Milchzuckerunverträglichkeit. Sie entwickelt sich, wenn der Körper nicht in der Lage ist Milchzucker zu spalten. Der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker kann nicht verdaut werden und gelangt daher unverändert in den Dickdarm.
Dort wird er von Bakterien abgebaut was zu folgenden Beschwerden führen kann:
Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Verstopfungen, Erbrechen (besonders bei kindern)
Nach längerer Zeit :
erhöhte Infektanfäligkeit, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen,allgemeine Abgeschlagenheit
Psychische Beschwerden:
Lern/-Konzentrationsschwäche, Unruhe, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, chron. Müdigkeit ,Lust- und Freudlosigkeit

Laktoseintoleranz kann labortechnisch diagnostiziert werden.
Es wird unter anderem auch festgestellt wie viel Milchzucker noch beschwerdefrei vertragen werden kann .
Denn bei einer nur eingeschränkten Unverträglichkeit muss der Milchzucker nicht vollkommen gemieden werden sondern kann in geringen Mengen über den Tag verteilt aufgenommen weren.
Gesäuerte Milchprodukte werden besser vertragen (Joghurt, Dickmilch, Topfen, Buttermilch) ebenso wie reifer Käse(Schnittkäse, Weichkäse)da hierbei die Milchsäurebakterien bereits einen Teil der Laktose abgebaut haben.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall ein Ernährungstagebuch zu schreiben wie viel man von welchem Lebensmittel gegessen hat und wie es vertragen wurde.

Autorin:
Dagmar Schreiner
Referentin für Bewegung, Ernährung, Entspannung, Kindergesundheit

Foto:
Frank_F.


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