Verfasst von: AmZ | November 30, 2009

Glückstraining

Freude, Liebe und Glück ist das höchste Ziel, das wir mit allem Streben nach Geld, Erfolg, Macht, Besitz, Bedeutung, Beziehungen und Gesundheit anstreben. Es ist das einzige Ziel, das wir um seiner selbst willen erreichen wollen, wie bereits Aristoteles vor etwa 2300 Jahren formulierte.
Möchte nicht jeder Mensch gesund und glücklich sein – und Leid vermeiden ?
Dieses Ziel hat seinen guten Grund: wenn wir als zweijährige Kinder noch 400 Mal am Tag lachen und lächeln, wir lebendig, entspannt, offen, herzlich, leicht, kreativ und zumeist glücklich sind, dann ist Glück und Freude unsere primäre Natur, unser ursprüngliches Wesen und eine Folge des unkonditionierten Seins.
Als Erwachsene lachen wir im Durchschnitt nur mehr etwa 15 Mal am Tag, depressive Menschen gar nicht mehr.

Der Verlust des Lachens, der natürlichen Leichtigkeit und Freude im Normalfall von 96 Prozent (!) bei gleichzeitiger Entstehung der Schwere des Lebens weist darauf hin, in welchem Ausmaß wir uns selbst verloren haben und die konditionierte Psyche durch die Summe aller Erfahrungen oft zu einem Hemmungsorgan von Körper, Herz und Seele – der ursprünglichen Natur – geworden ist.

Unser Verhältnis zum Glück entspricht also in Wirklichkeit unserem Verhältnis zu uns selbst und unserem eigenen Wesen – der Kinderseele. Dieses Verhältnis zu uns selbst scheint bei einem Verlust des Lachens, der Leichtigkeit und Freude im Normalfall von 96 Prozent nicht immer positiv zu sein – und der Überprüfung zu bedürfen.

Im Kampf um Liebe und Geld, die Verstrickung in einen zumeist unbewussten Macht- und Gehorsamsprozess sind viele Menschen in die Missachtung des Selbst, der Körperintelligenz, der authentischen Gefühle und Empfindungen ebenso wie des Willens von Herz und Seele geraten.

Da wir seit dem Beginn unseres Lebens weitaus mehr Kritik oder sogar Bestrafung als Lob und Bestätigung für unsere besten Seiten, vor der Kreativität, Lebendigkeit und Lebenslust erhalten haben, haben viele Menschen sogar Angst und Widerstand gegen diese besten Seiten unseres Seins entwickelt – wie bereits Abraham Maslow recht deutlich formuliert. Darüber hinaus scheint Angst vor der Selbsterkenntnis die Folge zu sein.

Wie könnten wir die Freude und das Glück unserer ursprünglichen Natur in der angemessenen Weise wieder finden ?
Der Weg dahin wird ein Weg der Selbsterkenntnis, der Selbstfindung und emotionalen Selbstwerdung sein, der Rückgewinnung des Seins und der Selbstachtung ebenso wie der Synthese von Körper und Geist, Lust und Vernunft, Herz und Verstand, Lebensenergie und Intelligenz, männlich und weiblich, Licht und Schatten, Stärken und Schwächen, Macht und Ohnmacht, Unterlegenheit und Überlegenheit, Leichtigkeit und Pflichtbewusstsein, Ekstase und Weisheit bzw. Weitblick.

Bezeichnenderweise spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sehr deutlich von dieser Vision, indem sie unter Gesundheit das „vollständige körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden“ versteht – das wir im Sinne des eigenen Wohls als auch des Gemeinwohls sinnvollerweise erforschen und verwirklichen sollten.

Würden wir uns selbst und die Geheimnisse des Menschseins – unseres Bewusstseins, der Intelligenz und Lebensenergie als auch der Kommunikation – ebenso gut kennen wie die Geheimnisse der Natur, der Wirtschaft und Technik, so sollte es sicherlich möglich sein, rundherum gesund, unbeschwert und glücklich zu leben – und uns selbst und gegenseitig das Leben leichter zu machen.

Autor:
DI Karl Mühlberghuber
Referent Entspannung (Glückstraining)

Foto:
Landahlauts


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